Was macht die P3-Serie von wenglor so besonders?

Die P3-Serie von wenglor ist die innovative Generation von Laserdistanzsensoren (Triangulation), die speziell für sehr präzise Messaufgaben und hohe Anforderungen in der Industrie konzipiert sind. Wie funktionieren diese Sensoren und was ist das Besondere an der P3-Serie? Christoph Lang, Produktmananger der P3-Serie, klärt auf:

Präziser Laserdistanzsensor Trianguation der P3-Serie für smarte Automatisierung in einer modernen Fertigungsanlage.
Laserdistanzsensor der P3-Serie von wenglor im Einsatz.

Wie genau sind die Messergebnisse der P3-Sensoren und welche Distanzen können sie messen?

Die P3-Sensoren sind hochpräzise Laserdistanzsensoren, die nach dem Triangulationsprinzip arbeiten. Sie bieten eine beeindruckende Genauigkeit mit einer Linearitätsabweichung von nur 40 µm – das entspricht in etwa der Dicke eines Haares. Diese Sensoren können Distanzen bis zu 1.000 mm messen und sind damit ideal für Anwendungen, die sowohl hohe Präzision als auch größere Messbereiche erfordern.

Was hat es mit der Triple-A-Technologie auf sich?

Mit der TripleA-Technologie werden drei technologische Bausteine integriert, die das Leistungsvermögen der Sensoren auf ein neues Level heben. Die „Aspheric Dual Lens“, also zwei speziell geformte asphärische Linsen, sorgen für eine verbesserte Abbildung des Laserlichtflecks und erhöhen somit die optische Präzision. Die „Adaptive Autoexposure“ ermöglicht das automatische Anpassen der Belichtungszeit des CMOS-Chips. Dadurch können sowohl helle als auch dunkle Objekte unabhängig vom Material ideal belichtet werden, um gute Ergebnisse zu erzielen. Die „Active Temperature Control“ sorgt für einen temperaturstabilen Betrieb. Mehrere im Gehäuse integrierte Temperatursensoren messen dauerhaft die Innentemperatur. Der Nutzen: Die bei CMOS-Sensoren übliche Warmlaufzeit verkürzt sich deutlich im Vergleich zu anderen Sensoren dieser Art. Durch die TripleA-Technologie werden die P3-Sensoren nicht nur genauer, sondern auch schneller und leistungsfähiger.

Welche Anwendungsgebiete sind besonders gut für die P3-Sensoren geeignet?

Die P3-Sensoren sind besonders gut für anspruchsvolle Anwendungen in der Automobilbranche geeignet, da sie mit hoher Präzision arbeiten und materialunabhängig sind. Das macht sie ideal für die Erkennung von Objekten wie Autolacken, glänzenden Oberflächen und dunklen Kunststoffteilen, bei denen herkömmliche Sensoren oft an ihre Grenzen stoßen. Weitere Anwendungsgebiete finden sich in der Holz-, Elektro- und Verpackungsindustrie sowie in der Montage- und Robotertechnik.

Darüber hinaus sind die P3-Sensoren dank ihres robusten Aluminiumgehäuses optimal für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen geeignet. Sie bieten hohe mechanische Festigkeit, Stabilität und sind mit Schutzart IP67 auch wasserdicht, was sie perfekt für den Einsatz in Umgebungen macht, in denen hohe Belastbarkeit gefragt ist.

Warum gibt es die P3-Sensoren mit rotem und blauem Laserlicht und welche Vorteile bieten die beiden Varianten?

Die P3-Sensoren sind sowohl mit rotem als auch mit blauem Laserlicht verfügbar. Die Wahl des Lasers hängt von der Oberfläche der zu messenden Objekte ab: Rotes Laserlicht eignet sich hervorragend für Standardanwendungen und bietet eine sehr gute Sichtbarkeit des Lichtpunkts. Blaues Laserlicht hingegen spielt seine Stärken bei dunklen, reflektierenden oder stark glänzenden Materialien aus, da es weniger zur Überstrahlung neigt. Damit stellen wir sicher, dass die P3-Serie in einer Vielzahl von Anwendungen zuverlässig arbeitet und auch schwierige Oberflächen sicher erkannt werden.

Christoph Lang als Produktmanager der P3-Serie beantwortet Fragen zur den Sensoren.

Christoph Lang, Produktmanager der P3-Serie, im Gespräch über die innovativen Laserdistanzsensoren Triangulation.

Welche Vorteile bieten die integrierte IO-Link-Schnittstelle und die verschiedenen Bedienkonzepte der P3-Sensoren?

Die P3-Sensoren sind standardmäßig mit IO-Link 1.1 ausgestattet, was eine schnelle Integration in moderne Industrie-4.0-Umgebungen ermöglicht. Anwendende profitieren neben der digitalen Datenübertragung auch von Diagnosemöglichkeiten in Echtzeit. Zusätzlich bieten wir verschiedene Bedienkonzepte: über die Teach-in-Taste, ein integriertes OLED-Display oder per Bluetooth-App. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass die Sensoren besonders flexibel und nutzerfreundlich eingesetzt werden können – ob im direkten Maschinenumfeld oder per mobiler Endgeräte. Das reduziert den Einrichtungsaufwand deutlich und macht die Handhabung intuitiver als bei vielen herkömmlichen Distanzsensoren.

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Bild von Max Mustermann

Max Mustermann

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