
Ob in der Positionsbestimmung, Distanzmessung oder Objekterkennung – Laser ermöglichen höchste Präzision, auch über große Distanzen hinweg. Doch bei aller Leistungsfähigkeit stellt sich eine wichtige Frage: Wie sicher ist der Umgang mit Laserlicht eigentlich?
Um diese Frage eindeutig zu beantworten, werden Laser in sogenannte Laserklassen eingeteilt. Diese Klassifizierung gibt Auskunft darüber, wie gefährlich der Laserstrahl für den Menschen – insbesondere für das Auge – sein kann.
Laserstrahlung ist kein gewöhnliches Licht. Sie ist monochromatisch, stark gebündelt und kohärent – das bedeutet, sie besteht aus Licht einer einzigen Wellenlänge, das nahezu ohne Streuung auftrifft. Dadurch können Laserstrahlen auf sehr kleinen Flächen hohe Energiedichten erreichen.
Je nach Leistung, Wellenlänge und Fokus kann ein Laser somit ungefährlich oder potenziell schädlich sein.
Damit Anwenderinnen und Anwender sicher mit dieser Technologie umgehen können, regelt die internationale Norm EN 60825-1, wie Laserquellen bewertet und klassifiziert werden.
Jede Laserklasse beschreibt dabei einen bestimmten Gefährdungsgrad und gibt Hinweise auf notwendige Schutzmaßnahmen.
Laser der Klasse 1 gelten als absolut unbedenklich für das menschliche Auge.
Selbst bei direktem Blick in den Strahl entsteht keine Gefahr, da die abgegebene Leistung so gering ist, dass sie keine Schädigung hervorrufen kann.
➡️ Keine Schutzmaßnahmen erforderlich.
Laser der Klasse 2 emittieren sichtbares Licht im Bereich von 400–700 nm.
Sie haben eine höhere Leistung als Klasse 1, sind aber bei kurzzeitiger Bestrahlung ebenfalls sicher, da der natürliche Lidschlussreflex innerhalb von etwa 0,25 Sekunden das Auge schützt.
Wichtig: Es dürfen keine absichtlichen längeren Beobachtungen des Strahls erfolgen. Warnhinweise sind vorgeschrieben.
➡️ Kurzzeitiger Blick sicher – längere Betrachtung vermeiden.
Laser der Klasse 2M sind grundsätzlich genauso sicher wie Klasse 2, sofern keine optischen Instrumente (z. B. Lupe, Fernglas, Kamera) verwendet werden.
Durch solche Hilfsmittel kann die Strahlung gebündelt werden und gefährlich werden.
➡️ Sicher bei direkter Sicht, aber nicht durch optische Vergrößerung.
Laser dieser Klasse können bei direkter Betrachtung bereits Augenverletzungen verursachen.
Sie liegen an der Grenze zwischen ungefährlich und gefährlich (R = „reduced requirements“).
Der Umgang erfordert Sicherheitsmaßnahmen, z. B. Hinweisschilder, Schutzabdeckungen oder Schulung des Personals.
➡️ Direkter Blick in den Strahl vermeiden!
Laser der Klasse 3B sind deutlich leistungsstärker und können bereits durch kurzzeitige direkte Bestrahlung Augenverletzungen verursachen.
Auch die reflektierte Strahlung kann gefährlich sein. Hier sind umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Laserschutzbrillen, geschlossene Gehäuse, Abschirmungen) vorgeschrieben.
➡️ Nur von geschultem Fachpersonal zu bedienen.
Bei wenglor Laser-Distanzsensoren kommen ausschließlich Laser der Klassen 1 und 2 zum Einsatz.
Damit sind sie uneingeschränkt sicher für das menschliche Auge und können ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen betrieben werden.
Die Klassifizierung von Lasern ermöglicht es, ihre Gefährdung objektiv einzuschätzen und geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.
Für industrielle Sensoranwendungen gilt:
wenglor Sensoren verbinden Präzision mit Sicherheit – durch modernste Lasertechnologie in unbedenklichen Laserklassen. So profitieren Anwenderinnen und Anwender von exakten Messergebnissen, ohne Kompromisse beim Personenschutz einzugehen.
Berufsbezeichnung