Wie lassen sich Stahl- und Edelstahl-Blechstreifen zuverlässig erkennen?

Diese Anfrage erreichte wenglor im Rahmen einer Anwendung, bei der Blechstreifen aus Stahl oder Edelstahl – in Dicken zwischen 0,5 und 1,5 mm – sicher erkannt werden sollen. Dabei geht es primär um eine einfache Anwesenheitsprüfung: Blechstreifen da oder nicht da.

Die Herausforderung besteht darin, beide Werkstoffe prozesstauglich, berührungslos und unabhängig von Oberflächenbeschaffenheit zu detektieren. Da sowohl Edelstahl als auch hochpolierte Metalle auftauchen können, scheiden optische Sensoren aufgrund möglicher Reflexionen oft aus.

Induktiver Sensor erkennt Stahl- und Edelstahl-Blechstreifen
Zuverlässige Blechstreifenerkennung mit Induktivsensoren

Die ideale Lösung: Induktive Sensoren zur Metallobjekterkennung

Für Anwendungen, bei denen lediglich geprüft werden muss, ob ein Metallteil vorhanden ist, gehören induktive Sensoren zu den kostengünstigsten und zugleich prozesssichersten Technologien.

Warum Induktivsensoren?

  • Sie reagieren ausschließlich auf Metalle – unabhängig von Farbe oder Glanz.
  • Hochpolierte oder spiegelnde Oberflächen beeinflussen die Funktion nicht, da kein optisches Prinzip zum Einsatz kommt.
  • Sie arbeiten verschleißfrei und unempfindlich gegenüber Staub, Öl oder Vibration.
  • Ideal geeignet für Blechstreifen, Metalllaschen, Stanzteile, Clips oder andere flache Metallobjekte.

 

Ein wichtiger Punkt:
Die im Datenblatt angegebenen Schaltabstände beziehen sich immer auf Stahl (Fe360).
Bei anderen Metallen – insbesondere Edelstahl – reduziert sich dieser Abstand durch einen sogenannten Korrekturfaktor.

Wenn Stahl und Edelstahl im Wechsel vorkommen: Korrekturfaktor-1-Sensoren

Soll die Anwendung sowohl Stahl- als auch Edelstahlbleche mit exakt gleichem Schaltverhalten erkennen, empfiehlt wenglor spezielle Induktivsensoren mit Korrekturfaktor 1.

Vorteile dieser Sensorgeneration:

  • Identischer Schaltabstand auf alle Metalle
    (z. B. Stahl, Edelstahl, Kupfer, Aluminium, Messing)
  • robust gegen magnetische Gleich- und Wechselfelder
  • besonders widerstandsfähig, teils mit Teflonbeschichtung
  • entwickelt für harte Industrieumgebungen (z. B. Schweißbereiche)

Je nach Modell stehen Erfassungsbereiche zwischen 4 und 50 mm zur Verfügung – damit lässt sich die Sensorik flexibel an den Platzverhältnissen der Anwendung ausrichten.

Fazit

Für die zuverlässige Erkennung von Stahl- und Edelstahl-Blechstreifen sind Induktivsensoren die optimale Wahl.

  • Für einfache Stahl-/Edelstahlerkennung: Standard-Induktivsensor
  • Für identische Erfassung unabhängig vom Metalltyp: Korrekturfaktor-1-Sensor

Damit erhält der Kunde eine robuste, wartungsfreie und leicht integrierbare Lösung für eine dauerhaft prozesssichere Anwesenheitskontrolle seiner Blechstreifen.

Autor

Bild von Max Mustermann

Max Mustermann

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