
Eine Kundenanfrage hat wenglor erreicht, bei der es um die zuverlässige Erkennung von UV-Druckmarken auf einer laufenden textilen Warenbahn ging. Die Herausforderung bestand darin, eine mit UV-Tinte gedruckte Marke von etwa 12 × 40 mm Größe bei Bandgeschwindigkeiten von bis zu 120 m/min eindeutig zu detektieren. Die Warenbahn selbst ist schwarz, was klassische optische Verfahren zusätzlich erschwert.
Die eingesetzte UV-Tinte zeigt ihre stärkste Emission bei einer Anregung von 375 nm und strahlt dabei mit maximaler Intensität im Bereich von rund 435 nm. Herkömmliche Druckmarkensensoren arbeiten ausschließlich mit Weißlicht und sind daher nicht in der Lage, solche UV-Markierungen zuverlässig zu erkennen. Zusätzlich handelt es sich um Bahnware, bei der die Druckmarken in regelmäßigen Abständen von etwa zwei Metern auftreten – die Bahngeschwindigkeit ist damit für die Sensorik gut beherrschbar, die optische Trennung von Marke und Trägermaterial jedoch entscheidend.
Für diese Art der Aufgabenstellung kommt ein Lumineszenzsensor zum Einsatz. Diese Sensoren regen die UV-Markierung gezielt an und werten ausschließlich das von der Tinte emittierte Licht aus. Damit lassen sich selbst auf dunklen oder schwarzen Untergründen klare und reproduzierbare Schaltsignale erzeugen.
Als geeignete Lösung empfiehlt sich der Lumineszenzsensor P1PA001. Er erkennt alle lumineszierenden Marken, die Licht im Wellenlängenbereich von 420 bis 750 nm abstrahlen. Ein integrierter Empfangsfilter stellt sicher, dass ausschließlich das emittierte Licht der UV-Marke detektiert wird. Die Sensoren arbeiten mit einer langlebigen UV-LED und verfügen über einen kleinen, klar definierten Lichtfleck – ideal für präzise Druckmarkenerkennung auf textilen Bahnen.
Der große Erfassungsbereich des Sensors ermöglicht maximale Flexibilität bei der Wahl der Markierfarbe, da sämtliche lumineszierenden Farben im sichtbaren Spektrum erkannt werden können. Für Anwendungen, bei denen optische Aufheller im Trägermaterial – etwa in Textilien oder Papier – stören könnten, steht mit dem P1PA002 eine Variante mit reduziertem Erfassungsbereich von 570 bis 750 nm zur Verfügung. Dadurch lassen sich Weißmacher gezielt ausblenden.
Zusätzliche Flexibilität bietet der variabel ausgelegte Lichtfleck: Im Nahbereich von etwa 30 mm beträgt der Durchmesser nur rund 4 mm, bei größeren Arbeitsabständen bis 90 mm wächst er auf etwa 9 mm an. So kann der Sensor optimal an unterschiedliche Markierungsgrößen und Einbausituationen angepasst werden.
Für die zuverlässige Erkennung von UV-Druckmarken auf schwarzen textilen Warenbahnen ist Lumineszenzsensorik die richtige Wahl. Mit dem P1PA001 steht eine robuste und prozesssichere Lösung zur Verfügung, die auch bei hohen Bandgeschwindigkeiten klare Schaltsignale liefert und gleichzeitig maximale Flexibilität bei Markierfarbe, Abstand und Markengröße bietet.
Berufsbezeichnung